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WIG Brenner - Schweißnaht vom Feinsten

WIG Brenner - das Werkzeug für den Experten

Der WIG Brenner ermöglicht dem erfahrenen Schweißer das Schweißen dünner Bleche und Nichteisenmetalle in hoher Qualität. Weitere Vorteile sind die geringe Entwicklung von Schweißrauch und Spritzern. Die Zugabe von Schweißzusatzmaterial und die Stromstärke sind voneinander entkoppelt. Das Verfahren wird oft für das Schweißen der Wurzellage verwendet. Der WIG Brenner unterstützt den Schweißer bei der Durchführung präziser Schweißarbeiten.

Einführung WIG-Schweißen

Das WIG Schweißen gehört zu den Lichtbogenschweißverfahren. Zur Vermeidung von chemischen Reaktionen werden inerte Gase verwendet, die das Schmelzbad einhüllen. Mit Gleichstrom oder Wechselstrom wird ein offener Lichtbogen zwischen der Elektrode und dem Werkstück erzeugt und stabil gehalten. Die Elektrode schmilzt durch den hohen Schmelzpunkt des Wolframs nicht ab.

Aufbau eines WIG Brenners

Das Gehäuse des WIG Brenners besteht üblicherweise aus zwei optisch gut voneinander abgegrenzten Bereichen. Am vorderen Teil befindet sich die Düse für das Schutzgas mit der Halterung für die Elektrode. Daran schließt sich der hintere Teil an, der die Zu- und Abführungen für das Schutzgas und die Kühlflüssigkeit beherbergt. Eine Spannhülse dient zur Fixierung der Wolframelektrode im Gehäuse. Die Gasdüse ist so geformt, dass der austretende Gasstrom die Elektrode vollständig einhüllt. Die Wolframelektrode wird über eine elektrische Leitung mit dem Schweißstrom versorgt. Diese Leitung verläuft ebenfalls durch den Griff des Brenners. Eine Kappe über dem oberen Ende der Wolframelektrode schützt den Schweißer vor Berührung mit der stromführenden Elektrode. Das Kühlmittel wird in Leitungen durch den Griff geführt, sodass dem Griff Wärme entzogen und übermäßige Erhitzung vermieden werden kann. Ein Schalter am Griffstück dient dem Ein- und Ausschalten des Schweißvorgangs.

Mit dem WIG-Brenner arbeiten

Beim WIG-Schweißen wird der Brenner entgegen der Schweißrichtung geneigt. Der Winkel zum Werkstück sollte 75° betragen. Falls Zuführung von Material nötig ist, wird der WIG Schweißstab in einem Winkel von 20° zum Werkstück geneigt und mit dem Lichtbogen abgeschmolzen. Die Spitze der Wolframelektrode muss geschliffen werden. Als praktischer Richtwert für die Länge der Spitze der Elektrode wird in der Literatur das 1 bis 1,5fache des Elektrodendurchmessers angegeben. Eine Elektrode mit 4 mm Durchmesser sollte also eine Spitze mit einer Länge von 4 bis 6 mm haben. Das Schleifen muss in Längsrichtung erfolgen. Die Riefen aus einem Querschliff rufen einen instabilen Lichtbogen hervor. Es können sich Wolframpartikel aus der Elektrode lösen und das Schmelzbad verunreinigen. Die Bildung einer kleinen Kugel (Kalotte) an der Elektrodenspitze während des Schweißens ist zulässig. Sie kann gezielt in der Vorbereitung der Elektrode auf den Schweißvorgang erzeugt werden, wenn das Schweißgerät dafür eine Funktion anbietet. Sollte die Wolframelektrode während des Schweißvorgangs in das Schmelzbad eintauchen, ist ein Nachschliff erforderlich.

WIG-Schweißen am Beispiel einer Kehlnaht

Werden zwei ebene Bleche t-fömig geschweißt, spricht man von einer Kehlnaht. Drei Dinge sind wichtig: die Stromstärke, der Winkel der Elektrode zur Werkstückoberfläche und wie weit die Elektrode aus der Düse herausragt. Die Düse kann am Werkstück angelegt werden und darauf gleiten. So ist das geradlinige Führen bei langen Schweißnähten leicht. Der Brenner ist mit 75° zum Werkstück zu halten. Der Schweißdraht wird mit 15° zur Oberfläche geführt. Die Bleche werden im ersten Arbeitsschritt am Anfang und am Ende der Schweißnaht mit Schweißpunkten geheftet. Im zweiten Schritt wird die Naht auf der ganzen Länge geschweißt. Bei zu geringer Stromstärke kann die Wurzel nicht richtig geschweißt werden. Das geschmolzene Material dringt nicht genug in die Kehle ein. Eine gleichmäßige Raupe ohne Krater und Unterbrechungen zeigt eine gute Schweißnaht an.

WIG Zubehör für das Schweißen

Je nach Ausführung des WIG Brenners ist viel WIG Zubehör verfügbar, um den Schweißkopf des WIG Brenners auf die anstehende Schweißaufgabe einzurichten. Düsen mit verschiedenen Durchmessern können für eine breitere Umströmung des Schmelzbades mit Schutzgas eingesetzt werden. Falls in engen Bereichen, in Rohren oder Profilen geschweißt werden soll, sind kurze Wolframnadeln und kleinere Kappen für das Elektrodenende verfügbar. Ein biegsamer Schweißkopf verschafft dem Schweißer zusätzliche Flexibilität, um an schwer erreichbare Schweißstellen heranzukommen. Verschleißteilkits beinhalten eine Auswahl von Teilen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Wolframelektroden sind in verschiedenen Stärken und Zusammensetzungen verfügbar.

Was muss der Schweißer bei der Auswahl eines WIG-Brenners beachten?

Um die Vorzüge des WIG-Schweißverfahrens auszuschöpfen, braucht der Schweißer ein gutes Werkzeug. Ein WIG Brenner kann bei der Auswahl nach folgenden Kriterien beurteilt werden:

  • Welche Elektrodendurchmesser können am WIG Brenner eingesetzt werden?
  • Welche Durchmesser der Gasdüse sind einsetzbar?
  • Welche Stromstärke und welche Einschaltdauer werden gewünscht?
  • Mit welchem Medium (Luft, Flüssigkeit) wird gekühlt?
  • Welche Einschaltdauer ist damit zu erreichen?
  • Wie kann die Gasdüse gereinigt werden?
  • Lässt sie sich abschrauben?
  • Ist das Schlauchpaket hinreichend flexibel (Kugelgelenk)?
  • Wie ist der Schalter am WIG Brenner zu bedienen?
  • Liegt der Griff sicher in der Hand für präzise Führung bei anspruchsvollen Schweißungen?
  • Gibt es WIG Brenner-Varianten mit kleinerem Griff für Schweißungen mit eingeschränkter Zugänglichkeit?

Ergänzend sollte geprüft werden, welches WIG Zubehör zur Verfügung steht. Bei häufig wechselnden Schweißaufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen ist Flexibilität im Aufbau des Schweißkopfes wichtig.

Tags: WIG Brenner

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